Christa Hauer
1925, Wien, Österreich – 2013, St. Pölten, Österreich
Christa Hauer studierte 1941–1947 Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien. Nach Aufenthalten in New York und Chicago, wo sie sich der abstrakten Malerei zuwandte, kehrte sie nach Wien zurück und leitete von 1960 bis 1971 gemeinsam mit ihrem Ehemann Johann Fruhmann die Galerie im Griechenbeisl, ein Zentrum für junge nationale und internationale Künstler*innen. Ihre eigene Malerei entwickelte sich von realistischen Anfängen über lockere Farbformen bis zu geometrisch-abstrahierten und semiabstrakten Landschaften, beeinflusst durch Art Informel, US-amerikanische Kunst und Reisen nach Kroatien und Kuba. Ab den 1970er-Jahren engagierte sich Hauer in der feministischen Kunstszene, unter anderem als Gründungsmitglied und erste Vorsitzende der Internationalen Aktionsgemeinschaft bildender Künstlerinnen (IntAkt). Ihr Einsatz für die Sichtbarkeit und Wertschätzung von Künstlerinnen war visionär und von großer Bedeutung.
In der Sammlung Renner-Lanjus
Christa Hauer verkörpert ein zentrales Spannungsfeld der Sammlung: die lokale Verankerung, die internationale Impulse begrüßt. Hauer und ihr Mann lebten seit 1970 auf Schloss Lengenfeld, unweit von Langenlois, und organisierten dort kulturelle Veranstaltungen. Ihr Wirken wird als zentraler Beitrag zum kulturellen Aufbruch in Niederösterreich angesehen.

Christa Hauer, Double in Rot, 1963, Öl auf Leinen.
Foto © kunst.dokumentation.com / Manuel Carreón López